Die Kinder von Mpophomeni
Fröhliche Kinder und Erwachsene haben wir getroffen, als mein Mann und ich Anfang März die methodistische Gemeinde in Mpophomeni im Herzen des Zulu-Landes in Südafrika besuchten.
Am Sonntag haben wir am Gottesdienst teilgenommen; meine kleine Predigt wurde in die Zulu-Sprache übersetzt. Am Montag haben wir dann auch noch den Kindergarten besucht. 60 Kinder werden dort betreut – zumeist in der kleinen Kirche, weil die ca. 20 qm große preschool bei weitem nicht ausreicht. Dr. Simangaliso (zu deutsch: „Wunder“) Kumalo betreut diese Gemeinde ehrenamtlich. In seinem Hauptberuf ist er Dozent an der Theologischen Fakultät der Universität von KwaZulu- Natal in Pietermaritzburg. Er sucht – auch bei uns in Frohnau, weil er uns schon kennt – nach Unterstützung, speziell für die Kinder von Mpophomeni.
In einem ausführlichen Text über die Gemeinde schreibt er – unten noch in englischer Sprache, aber bald schon auf Deutsch nachzulesen:
„Die Menschen von Mpophomeni kämpfen täglich um ihr Überleben. Sie leiden nicht nur unter den furchtbaren Folgen von Aids, sondern auch unter Arbeitslosigkeit, Armut und Randständigkeit. Doch als Mitglieder der christlichen Gemeinde hoffen sie auf eine bessere Zukunft. Da gibt es mitten in der Dunkelheit des Todes so viel Leben, mitten in der Armut Gemeinschaft und mitten im Leiden Hoffnung.“
In Mpophomeni sind 49% der Menschen HIV-infiziert – viele können inzwischen durch Medikamente stabilisiert werden. Dennoch finden an jedem Wochenende mindestens vier Beerdigungen statt. Viele Kinder sind zu Waisen geworden und werden von ihren Großeltern und Verwandten betreut. Aber es gibt auch rund 40 sogenannte child-leaded families, das sind Familien, in denen das älteste Kind das Familienoberhaupt bildet. Und doch gibt es, so Dr. Kumalo, immer noch so viel Hoffnung in Mpophomeni.
Besonders liegt Dr. Kumalo – und mir inzwischen auch – die pre-school am Herzen. 60 Kinder bekommen Nahrung und vor allem eine angemessene Erziehung, und dieses beides in einer sicheren, gewaltfreien Umgebung. Einige der Kinder sind Waisen. „Durch den Besuch der pre-school möchten wir ihnen eine gute Kindheit und einen guten Start für ihre weitere Erziehung ermöglichen, damit sie hoffentlich einmal den fürchterlichen Kreislauf von Armut, Gewalt und Arbeitslosigkeit durchbrechen können.“
Es gibt zwei Lehrerinnen in dieser Schule, die nur ein winziges Gehalt bekommen. In manchen Monaten ist für sie überhaupt kein Geld da. Geld ist auch nötig, um Nahrungsmittel zu kaufen und kleine Tische und Stühle usw. – Wir haben es mit eigenen Augen gesehen.
Unser Gemeindekirchenrat wird demnächst darüber beraten, inwiefern wir als Frohnauer Gemeinde hier auch eine längerfristige Unterstützung leisten könnten. Und natürlich werden wir auch mit den „Märktlerinnen“ sprechen. Schließlich werden wir immer wieder einmal mahnend daran erinnert, dass wir als Gemeinde keine festen Partner – oder Paten – haben.
Hier der Bericht von Dr. Simangaliso Kumalo im englischsprachigen Original: BRENTWOOD METHODIST CHURCH AGENT OF HEALING AND HOPE- for Germanydocx (2).pdf
Und hier die Übersetzung des Textes ins Deutsche: Brentwood Methodist Church doc - deutsch.pdf
Losung
Kreise
Veranstaltungssuche
Gemeindesuche
Bischof
mehr...

