Veröffentlicht am Fr., 10. Feb. 2017 11:26 Uhr

Sechs musikalische, ökumenische Passionsandachten zwischen Aschermittwoch und Palmsonntag immer mittwochs 19 Uhr. Herzliche Einladung: Kommen Sie in die Kirchen unserer Region zum Beten, Nachdenken, Singen und Hören.

Sünde mag ein verstaubter Begriff sein, der uns nur noch in verniedlicht-harmloser Form begegnet: Als Diät-Sünde oder Verkehrs-Sünde. Biblisch betrachtet ist Sünde nicht der kleine Ausrutscher, den wir uns augenzwinkernd gönnen. Sünde ist das, was zwischen mich und meinen Nächsten tritt: Neid, Zorn. Sünde ist die Verstrickung in krankmachende, zerstörerische Handlungen, Gewohnheiten, Zwänge, aus denen ich mich allein nicht befreien kann: Völlerei, Habgier, Hochmut. Sünde ist unsere gesellschaftlich gewollte Gleichgültigkeit und Herzenskälte, die uns daran hindern, uns von all dem zu befreien: Trägheit. Sexualität wiederum wurde jahrhundertelang mit dem Stigma „Sünde“ belegt – ein großes Missverständnis des biblischen Begriffes. Deshalb haben wir die Wollust, die zum Reigen der „Sieben Todsünden“ dazugehört, bewusst ausgelassen, obwohl es auch dazu natürlich viel zu bedenken gäbe.

Pfarrerin Ute Sauerbrey


Termine und Orte:
Zorn - 1. März: Königin-Luise-Kirche, Bondickstraße 14, Waidmannslust
Habgier - 8. März: Dorfkirche Hermsdorf, Almutstraße 6
Trägheit -15. März: Johanneskirche Frohnau, Zeltinger Platz 18
Neid - 22. März: Gemeindehaus Lübars, Zabel-Krüger-Damm 115
Völlerei- 29. März: Kirche am Eichhorster Weg 58, Wittenau
Hochmut - 5. April: Kirche Maria Gnaden, Hermsdorfer Damm195, Hermsdorf


Kategorien Kirchenmusik