Veröffentlicht am Di., 17. Okt. 2017 16:43 Uhr

Pilgern ist „in“. Spätestens seit Harpe Kerkeling seinen Bestseller „Ich bin dann mal weg“ schrieb, in der sich ein Coach-Potatoe, ein Stubenhocker, auf den St. Jakobsweg in Nordspanien macht und in unbequemen Pilgerherbergen nächtigt, schwitzt,  an Blasen leidet und ab und an in ein gutes Hotel mit noch besserem Restaurant flüchtet.

Ganz so schlimm geht es in unserer Gemeinde nicht zu, seit die neue Seniorenbeauftragte Britt Hartmann das Pilgern wieder eingeführt hat.  Sie lädt ein zu größeren und kleineren Touren bis 5 km – z.B. um den Poloplatz, die (fast) jeder bewältigen kann  unter dem Motto: „Pilgern ist Beten mit den Füßen“. Schweigend, betend und singend wird der gemeinsame Weg zurückgelegt. Wie das am einfachsten geht erklärt Britt Hartmann gern, die auch eine Ausbildung zur Pilgerbegleitung absolviert hat. 

So wurde es Zeit, dass der Schaukasten sich dieses Themas annahm:

Der Boden ist mit Sand bedeckt, einige traditionelle Wandersymbole wie Wanderstab, Wanderstiefel, Hut,  Rucksack und Picknickdecke werden ausgestellt, umrahmt von großen Jakobsmuscheln das klassische Pilgersymbol. Aber das schönste sind die aus buntem Papier gebastelten Füße, die jeweils ein Wort tragen und für die Pilgernden beten:

Geht in der Kraft, die Euch gegeben ist, geht einfach, geht leichtfüßig, geht zart und haltet Ausschau nach der Liebe und Gottes Geist geleite Euch – Amen.

Vielleicht haben Sie Lust, bei einem der nächsten Pilger(spazier)gänge dabei zu sein? Treffpunkt vor der Johanneskirche.

PS Auf dem Foto sieht man, dass der Schaukasten ein Opfer von Vandalismus wurde. Umso mehr gilt unsere Botschaft der Liebe und wir verzeihen der armen Seele, die das für nötig hielt  – oder einfach sehr betrunken war.

Maren Topf-Schleuning

Kategorien Schaukasten