Veröffentlicht am Fr., 11. Okt. 2019 14:16 Uhr

Wahl zum Gemeindekirchenrat am 3. November 2019

Auch der Schaukasten lädt zur GKR Wahl und zur Kandidatenvorstellung am Montag, dem 21. Oktober 19.30 im Gemeindesaal ein mit 2 großen roten Plakaten mit weißer Schrift.

In der Mitte des Kastens ein Plakat auf dem eine Reihe von 5 Stühlen auf einem grünen Rasen steht. 4 davon sehen gleich aus, mit hellbraunem Leder gepolstert. Der mittlere fällt aus dem Rahmen, ist geschwungener und mit einem weichen gemusterten Stoff bezogen. Darum herum gruppiert sind Fotos mit den Namen der 9 Kandidaten.  

Aha, das sind die Stühle für die 5 Plätze, die es im GKR dieses Mal zu besetzen gilt. Alle 3 Jahre werden 5 der 10 Mitglieder neu gewählt, die Amtszeit für jedes GKR-Mitglied ist also immer 6 Jahre. Durch die versetzte Neuwahl wird die Kontinuität und Arbeitsfähigkeit des Gremiums sichergestellt. Eigentlich eine weise Entscheidung unserer Grundordnung. Und der besondere Stuhl in der Mitte, das muss der für den ebenfalls neu zu wählenden GKR-Vorsitzenden sein, den der neu zusammengesetzte GKR aus seiner Mitte zu wählen hat. Das ist dieses Mal besonders spannend, weil unser langjähriger GKR-Vorsitzender Erich Fellmann nicht erneut kandidiert und somit ausscheidet.    

9 Kandidaten stellen sich zur Wahl, 3 davon für eine zweite Amtszeit.

Bis zu 5 Stimmen hat daher jeder, er kann auch weniger als 5 Kandidaten wählen. Aber er kann nicht einem Kandidaten mehr als eine Stimme geben, dann wäre der Stimmzettel ungültig.  

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele und wie qualifizierte Kandidaten sich zur Wahl stellen, auch wenn klar ist, dass sie nicht alle gewinnen können. Das ist doch ein Beweis für eine lebendige Gemeinde, eine lebendige Demokratie in der Gemeinde und auch für einen guten Umgang miteinander. Bei so vielen guten Kandidaten ist es keine Schande, nicht gewählt zu werden. In vielen Gemeinden können gar keine Wahlen stattfinden, weil sich schlicht keine Kandidaten finden.  

Und wir haben nun den Luxus und die Qual der Wahl. Die Interessenschwerpunkte und Profile der Kandidaten gilt es abzuwägen, ein Gleichgewicht aus älteren und jüngeren, Frauen und Männern. Jeder bringt andere Talente und Erfahrungen mit. Da lohnt auch die Überlegung, wer denn die anderen 5 sind, die noch 3 Jahre Amtszeit übrig haben. Harmonisch zusammenarbeiten sollen die Neugewählten und die Bleibenden auch noch.  

So lange ich diese Gemeinde kenne, hatten wir viel Glück mit unseren Gemeindekirchenräten. Ein buntes Spektrum von Berufen und Qualifikationen, ein Gleichgewicht von Männern und Frauen und keine Grabenkämpfe und Querelen im GKR. Manchmal kam es einem von außen betrachtet geradezu etwas zu harmoniebedürftig vor. Aber ich bin sicher, es gab auch harte Diskussionen und gut, wenn nach außen dann alle die Mehrheitsentscheidung mittragen.  

Ich danke allen, die sich zur Wahl stellen für Ihre Bereitschaft und Ihr  Engagement! Und ich wünsche uns allen einen weiterhin so gut funktionierenden Gemeindekirchenrat. Denn die Aufgaben für die Gemeindeleitung werden nicht einfacher. Das gesellschaftliche Klima verschärft sich, wird polarisierter. Da muss sich auch die Kirche positionieren. Die Kirchenaustritte sind eine Herausforderung und werden sehr bald auch finanzielle Folgen zeitigen. Umso wichtiger, dass das Leitungsgremium sich auf eine breite Basis, d.h. eine hohe Wahlbeteiligung stützen kann.  

Kommen Sie also am Sonntag, den 3. November 2019 zwischen 8 und 18 h in den rechten Kirchenvorraum. Während des Gottesdienstes ist keine Stimmabgabe möglich. Zu dem sind Sie natürlich auch herzlich eingeladen. Im Gottesdienst singt unser Kantatenchor zur Feier des Tages die doppelchörige Bach-Motette „Fürchte dich nicht“ -  wenn das kein Anreiz ist.  

Für das Schaukastenteam 

Maren Topf-Schleuning

Kategorien Schaukasten