Veröffentlicht am Mo., 6. Jul. 2020 15:30 Uhr

Es ist Sommer, ein ganz besonderer Sommer, der Corona-Sommer eben. Statt Auslandsreisen wird Deutschland erkundet, statt in den Flieger zu steigen wird das Fahrrad herausgeholt. Viele bleiben diesen Sommer zu Hause, aus unterschiedlichen Gründen: aus Angst vor Ansteckung, aber auch aus Geldmangel und Sorge um die Zukunft. Und das Wandern in der näheren und weiteren Umgebung steht hoch im Kurs, da kann man gut den Abstand wahren.

Ich kann Corona nicht viel Gutes abgewinnen, aber diese Entschleunigung unseres hektischen Lebens, diese Phase der Besinnung, der Rückbesinnung auf uns selbst und auf das, was uns wirklich wichtig ist im Leben, hat auch etwas Gutes, wenn wir darüber die Sorgen und Ängste, den Stress und/oder die Einsamkeit der anderen nicht vergessen.

Sommergrüße aus Frohnau hat sich das Team der offenen Kirche deshalb als Sommerthema überlegt und dazu eine Postkarte gestaltet. Und sie enthält nicht nur Sommergrüße, sondern ein Gebet, genauer eine Bitte um Gottes Segen.

Gott,

stärke, was in uns wachsen will,
schütze, was uns lebendig macht,
behüte, was uns weiterträgt,
bewahre, was wir freigeben,
und segne uns auf dem Weg zu dir.
 

Dazu das Motiv: drei Menschen, die vielen von uns auch von hinten fotografiert bekannt vorkommen, gehen über den Rasen des Zeltinger Platzes auf unsere Johanneskirche zu und symbolisieren so die letzte Zeile des Gebets ….auf dem Weg zu dir.

Die Vorderseite der Postkarte hängt vergrößert auf der linken Seite, auf der Rückseite wird für die Aktion der offenen Kirche geworben:
Diese Postkarten liegen in der Kirche aus und warten darauf mitgenommen, verschenkt, zugesteckt oder geschrieben zu werden. Machen Sie regen Gebrauch davon.

Und was da nicht steht: Man kann die adressierten Karten auch in den Briefkasten des Gemeindebüros rechts vom Kircheneingang stecken und sie werden dann frankiert und zur Post gebracht.

Wem schreibst Du? steht im Adressfeld.

So können wir mit unserer Bitte um Segen auch andere beglücken und stärken. So wie es das Doppelgebot der Liebe verlangt, das in der aufgeschlagenen Bibel auf dem Boden aus grünen (Kunst-)Rasen des Schaukastens liegt (Matthäus Kap 22,34-40). Daneben sieht man zwei Paar einfache Wandersandalen, die einer Frau und die eines Mannes. die über manchen Stock und manchen Stein ihren Weg finden müssen zu Gott. Das ist nicht so leicht wie es klingt. Es gibt Umwege, Seitenwege, Irrwege, Sackgassen, Wegkreuzungen, Abwege sogar. Deshalb liegt da auch noch ein Kompass, dessen Nadel Richtung Johanneskirche zeigt.  Am Rand steht ein leichter Rucksack, zu viel Gepäck sollte man nicht mitnehmen auf dem Weg zu Gott, mit zu viel Ballast des Irdischen schafft man ihn nicht.

Einen gesegneten Sommer
wünscht für das Schaukastenteam und das Team der offenen Kirche
Maren Topf-Schleuning

Kategorien Schaukasten