Veröffentlicht am So., 13. Sep. 2015 19:15 Uhr

Der Begriff Liturgie leitet sich von dem griechischen Wort „Leiturgia“ her und bedeutet  Ordnung oder Reihenfolge. Viele solche Ordnungen beziehungsweise Reihenfolgen begleiten die Gewohnheiten im Alltagsleben eines jeden von uns, vom Aufstehen am Morgen, dem ersten Kaffee, dem Frühstück, dem Weg zur Arbeit, etc.

Wenn es in unserem Alltag gewissermaßen eine Reihenfolge und Liturgie gibt, dann gibt es sie natürlich auch für den Sonntag und den Gottesdienst. Die gottesdienstliche Liturgie bestimmt eine kommunikative Reihenfolge; sie enthält verlesene Bibeltexte, das gemeinsame Singen von Liedern, traditionelle Gebete wie das Vaterunser und ganz bestimmte Antwortcodes. Diese Reihenfolge ist als Kanon der Messe gewachsen. Das Thema des Sonntags wird durch das Evangelium bestimmt. Es ist die wichtigste Lesung im Gottesdienst. Die Gemeinde antwortet darauf mit dem Glaubensbekenntnis. Zu diesem wichtigen Höhepunkt im Gottesdienst stehen wir auf.

In der überlieferten und zugleich aktuell angepassten Form des Gottesdienstes will die Liturgie ein festes Haus in der sich wandelnden Zeit sein. Wie auch immer man eine solche Metapher strapazieren mag, kann man doch sagen: Ein solches Haus bedarf natürlich der Anpassung an die jeweilige Zeit, die selbstverständlich behutsam und respektvoll erfolgt und mit „Substanzerhaltung“ zu tun hat. So wollen wir uns in einer Folge von Gottesdiensten bestimmten Teilen der Liturgie widmen. Wir wollen sie neu kennenlernen und auch jenen vermitteln, denen Einiges fremd geworden ist oder die nie in diesem Haus der Liturgie heimisch geworden sind. Den Anfang machen wir am kommden Sonntag Rogate, wo wir die Psalmlesung und das gesungene Halleluja studieren.

U. Schöntube, E. Roth, J. Walter

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