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Benefizkonzert zugunsten der musikalischen Ausbildungsförderung geflüchteter ukrainischer Jugendlicher

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Benefizkonzert zugunsten der musikalischen Ausbildungsförderung geflüchteter ukrainischer Jugendlicher


Datum Sonntag, 21. August 2022, 18:00 Uhr
Standort Johanneskirche Frohnau, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin
Mitwirkende
Tenor: Jan Remmers, Viola: Mariia Volobuieva (17 Jahre, aus der Ukraine), Frohnauer Kammerorchester, Leitung: Jörg Walter
Preis
Eintritt frei - Spende erbeten
Benefizkonzert zugunsten der musikalischen Ausbildungsförderung geflüchteter ukrainischer Jugendlicher

Programm:

R. Vaughan Williams: Four Hymns

A. Dvořak: 5 Bagetellen für Streicher und Harmonium

E. Elgar: Vesper Voluntaries

Am Vorabend des neuen Schuljahres, gestaltet unser Frohnauer Kammerorchester ein sommerliches Konzert in der Johanneskirche. Zu Gast sind der Tenor Jan Remmers (Rundfunkchor Berlin) und die 17jährige ukrainische Bratschistin Mariia Volobuieva.

Der Erlös Ihrer Spenden an diesem Abend kommt der Förderung solch junger Talente aus der Ukraine zugute. In der Ukraine blühte bis zum Kriegsausbruch eine außergewöhnlich hoch entwickelte musikalische Kultur. Schon seit vielen Jahrzehnten bringen die ukrainischen Musikgymnasien und Hochschulen weltweit führende Instrumentalisten und Sänger hervor. Zum Beispiel David Oistrach, Wladimir Horowitz und viele andere Berühmtheiten sind aus diesem Land hervorgegangen. Bis heute prägen ukrainische MusikerInnen auch den Klang der wichtigsten deutschen Orchester entscheidend mit.

Unter den vielen geflüchteten Müttern und ihren Kindern sind nun auch zahlreiche Profimusikerinnen und eben auch begabte und vielversprechende Nachwuchstalente, die bis zum Kriegsausbruch einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend für das Üben und Musizieren aufgebracht haben und oft in hohem Maße dafür gelebt haben. Viele konnten nun nicht einmal ihre Instrumente mitnehmen, geschweige denn ihre Notensammlungen.

Deutsche Institutionen wie zum Beispiel das Berliner Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach haben sich vorgenommen, die jungen Leute hier weiter zu fördern. Teilweise auch unter Beteiligung der geflüchteten Musiker-Eltern. Auch Frohnauer Familien, darunter Mitglieder unserer Gemeinde, haben sich um diese Geflüchteten mit ihren ganz eigenen Problemen bemüht und tun dies weiter. Mit Rat und Tat, mit Unterkünften, mit Vermittlung von Musiziermöglichkeiten usw. Die Spenden, die wir am 21. August sammeln, kommen diesem Zweck direkt zugute. Näheres erfahren Sie dann im Konzert selbst.

Besonders dankbar sind wir Herrn Remmers, dass er aus diesem Anlass auf seine Gage verzichtet.

Unser Programm besteht aus drei Hauptteilen. Wir beginnen mit Dvořáks „Bagatellen“ op. 47. Eine herrlich luftige Sommer-Musik in fünf Sätzen für Streicher und Harmonium. Claudia Bartkowski wird den Tastenpart übernehmen.

In der Mitte steht dann eine Bearbeitung der „Vesper Voluntaries“ op. 14 von Edward Elgar. Diese Musik, ursprünglich für eine private Orgeleinweihung geschrieben, klingt wunderbar in der Fassung für Streichorchester. Es ist eine Folge von acht kurzen und abwechslungsreichen Sätzen. Die schlichte Schönheit und Eleganz dieser Musik ist in Deutschland wenig bekannt, wird aber in England viel und in den buntesten Bearbeitungen – bis hin zum großen Blasorchester (Brassband) – gespielt.

Im dritten Teil wird Jan Remmers mit uns muszieren. Wir bleiben dafür in England und spielen und singen zusammen die „Four Hymns“ (Vier geistliche Gesänge) von Vaughan Williams. Er vertonte hier englische geistliche Textdichtungen aus dem 17. Jahrhundert bzw. eine englische Übersetzung aus einem altgriechischen Gedicht aus dem 4. Jh. vor Christus. Die mystisch-meditative Tonsprache des Komponisten wird durch den Part einer Solobratsche verstärkt, die von der ukrainischen Schülerin Mariia Volobuieva übernommen wird.

Ergänzt wird das Programm durch zwei weitere – zeitgenössische – Lieder mit Klavierbegleitung. Sie stammen aus der Feder des Komponisten Christoph Keller.

Wir erbitten allein für den oben genannten Zweck Ihre großzügige Spende. 

Jörg Walter