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Donnerstag, 30. Januar 2020, 19:30 Uhr

30 Jahre Mauerfall und Wiedervereinigung

Im vergangenen Herbst gedachten wir des Mauerfalls vor 30 Jahren in einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst. Die Grenze zwischen Hohen-Neuendorf und Frohnau wurde jedoch erst am 17. Februar 1990 geöffnet. An das schrittweise Zusammenwachsen wollen wir in einer kleinen Reihe von Veranstaltungen erinnern.

Der Einigungsvertrag 1990 – Wie kam es dazu?

Unser Gemeindemitglied Prof. Wilfried Bernhardt arbeitete zu Zeiten der Wende  1989/1990 als Persönlicher Referent des damaligen Bundesjustizministers Hans A. Engelhard, der für einige wesentliche Fragen des deutschen Einigungsprozesses inhaltliche Verantwortung trug: Fragen des Verfassungsrechts, die sogenannten offenen Vermögensfragen mit der Entscheidung über die Rückgabe oder Entschädigung von Grundeigentum, das zu DDR-Zeiten in Volkseigentum überführt worden war, über die Fragen der Rehabilitierung von Opfern des SED-Unrechtsregimes, eine neue gesamtdeutsche Regelung der Strafbarkeit der Abtreibung und des „Homosexuellen-Paragraphen“ 175 StGB u.v.m. Wilfried Bernhardt begleitete den Minister auf vielen dienstlichen Terminen und Reisen und war in seiner Funktion auch in die Diskussionen über die rechtlichen und politischen Fragen der Herstellung der deutschen Einheit 1990 eingebunden.  Später leitete er das Kabinettsreferat unter Bundesjustizminister Kinkel und widmete sich dem Aufbau und der Fortentwicklung der neuen Länder als Beamter in Ministerien des Landes Sachsen-Anhalt und des Freistaats Sachsen.

Nach einem einführenden Vortrag über die damaligen Arbeiten besteht Gelegenheit zur Diskussion: Welche Bedeutung hat der Einigungsvertrag auf unsere heutige Lebenswelt im vereinigten Deutschland? 


Foto: Klaus Pegler

Mitwirkende
Prof. Dr. Wilfried Bernhardt, Pfarrer Dr. Ulrich Schöntube
Ort
Gemeindesaal der Kirchengemeinde Frohnau, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin, Deutschland