13/02/2026 0 Kommentare
Schaukasten zur Jahreslosung 2026 "Siehe, ich mache alles neu."
Schaukasten zur Jahreslosung 2026 "Siehe, ich mache alles neu."
# Schaukasten

Schaukasten zur Jahreslosung 2026 "Siehe, ich mache alles neu."
Jahreslosung 2026 – „Gott spricht: Siehe ich mache alles neu“
(Offenbarung 21,5)
Was für eine kraftvolle Zusage liegt in dieser Jahreslosung für das Jahr 2026. Sie ist kurz, klar und zugleich voller Bewegung. „Siehe“ – das ist eine Einladung zum Innehalten, zum Hinschauen. Nicht achtlos weitergehen, nicht im Alten verharren, sondern wahrnehmen: Hier geschieht etwas. Hier beginnt etwas Neues.
„Ich mache alles neu.“ Nicht ein bisschen, nicht teilweise, nicht nur dort, wo es bequem ist. Alles. Das klingt verheißungsvoll – und vielleicht zugleich herausfordernd. Denn Neues bedeutet Veränderung. Und Veränderung fordert uns heraus, lieb Gewordenes loszulassen, Dinge zu hinterfragen, vertraute Wege zu verlassen. Wie oft sehnen wir uns nach einem Neuanfang und halten doch gleichzeitig am Bekannten fest?
Alles neu machen – das ist ein bisschen so, als würden wir vor einem weißen Blatt Papier stehen. Wie hier in unserem Schaukasten - noch ist nichts festgelegt, nichts vorgezeichnet. Die Fläche ist offen, weit, voller Möglichkeiten. Die Pinsel liegen bereit. Farben sind da. Es braucht den Mut, den ersten Strich zu setzen – wohl wissend, dass nicht jeder Zug perfekt sein muss. Ein Bild entsteht Schritt für Schritt, manchmal zögerlich, manchmal entschlossen, oft mit Korrekturen und neuen Ideen. So ähnlich kann sich auch das anfühlen, was Gott mit uns und unserem Leben vorhat.
Unser Alltag ist geprägt von Routinen, von festgelegten Abläufen, von Erfahrungen, die uns geformt haben – im Guten wie im Schweren. Manche Geschichten tragen wir lange mit uns, manche Enttäuschungen, manche Brüche. Und nicht selten hören wir innerlich den Satz: So ist es eben. Das wird sich nicht mehr ändern. Genau hier setzt diese Jahreslosung an. Sie widerspricht leise, aber bestimmt.
Inmitten einer Welt, die uns täglich mit Krisen, Umbrüchen und Unsicherheiten konfrontiert, spricht Gott nicht von Optimierung oder Reparatur. Er spricht von Erneuerung. Nicht wir müssen alles neu machen. Nicht wir müssen uns selbst neu erfinden. Gott spricht: Ich mache alles neu. Diese Zusage entlastet. Sie nimmt Druck heraus und schenkt Hoffnung, wo unsere eigenen Möglichkeiten an Grenzen stoßen.
Fast klingt dieser Satz wie aus einem persönlichen Gespräch heraus gesprochen. Kein allgemeiner Trost, keine abstrakte Zukunftsvision, sondern eine konkrete Verheißung. Gott spricht – direkt, gegenwärtig, verbindlich. Nicht im Konjunktiv, nicht als vage Aussicht. Es ist eine Zusage, die Bestand hat, auch wenn wir das Neue noch nicht sehen können.
Neues entsteht selten laut. Oft beginnt es unscheinbar, fast unbemerkt. In einem veränderten Blick auf uns selbst. In einem klärenden Gespräch. In dem Mut, einen alten Gedanken loszulassen. In dem Vertrauen, dass unsere Geschichte nicht abgeschlossen ist. Gerade dort, wo wir Stillstand empfinden, kann Bewegung wachsen. Gerade dort, wo wir Begrenzungen sehen, können sich neue Horizonte öffnen – wie auf einem Bild, das sich langsam füllt und dabei seine eigene Tiefe gewinnt.
Das heißt nicht, dass alles Alte wertlos wäre oder einfach abgelegt werden müsste. Vieles, was war, gehört zu uns. Doch Erneuerung bedeutet, dass Vergangenes nicht das letzte Wort behält. Dass Schuld, Angst, Scheitern und Verletzungen nicht unser Leben festschreiben. Gott eröffnet neue Perspektiven – manchmal behutsam, manchmal überraschend.
Ein Raum, in dem wir diese Erneuerung erahnen können, ist das Gebet. In der stillen Zwiesprache ordnen sich Gedanken, lösen sich Verhärtungen, entsteht neue Klarheit. Wir bringen vor Gott das, was uns belastet, und lassen zu, dass sich etwas verändert – nicht immer sofort, aber spürbar. So werden wir innerlich neu ausgerichtet und können anders, freier, hoffnungsvoller in unseren Alltag zurückkehren.
„Siehe, ich mache alles neu.“ Diese Jahreslosung lädt uns ein, mit offenen Augen durchs Jahr 2026 zu gehen. Wach für kleine Anfänge. Offen für Veränderungen. Vertrauend darauf, dass Gott auch dort wirkt, wo wir noch vor einem weißen Blatt stehen und der erste Pinselstrich noch zaghaft wirkt.
Möge es daher im Vertrauen auf Gottes Zusage für uns alle auch ein Jahr voller Zuversicht werden, mit dem Mut, Neues zuzulassen und unsere Schritte setzen.
Ein gesegnetes Jahr 2026 wünscht Ihnen
Claudia Kraffzig für das Schaukastenteam
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