Im Turm befand sich eine Gedenkhalle für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Der Eingang zur Halle ist durch einen Absatz in der Mauer rechts noch gut zu erkennen. Hans Uhl, der mit den Architekten befreundet war und auch am Tannenbergdenkmal mitgewirkt hatte, schuf ein Wandmosaik für die Kirche: ein aufblickender Soldat, der auf einem Soldatenfriedhof steht und sich eine Wunde am Herzen zuhält. Um ihn herum stand: „Ich hatt einen Kameraden, einen bessern findst du nit“ – der Anfang eines Liedes von Ludwig Uhland. Es wird heute noch im Trauerzeremoniell der Bundeswehr gespielt.

Das Denkmal ist 1981 einem Fahrstuhl gewichen. Der obere Teil des Kriegerdenkmals ist in einer Nische hinter dem Fahrstuhl noch zu sehen. Der Soldat trägt übrigens entgegen früherer Beschreibungen kein Hakenkreuz im Koppelschloss.

 

 

 

 

An die Stelle des ehemaligen Eingangs der Gedenkhalle wurde ein dreiteiliges Altarbild von Bruno Metzler gesetzt. Es thematisiert anhand der Blindenheilung Jesu, wie die Menschheit auch heute von Selbstbildern und Irrlehren durch Christus geheilt werden und so Frieden finden kann.

 

 

Fotos: Ulrich Schöntube